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Hamburg Harley Days

Sonne, Hitze, Hammerwetter. So etwas hat es bei den Harley Days noch nicht gegeben. kein Wunder, dass die Stimmung ausgelassen ist und Tausende von feierwütigen Harley-Fahrern die Hansestadt bevölkern. Sicher, es wurden strenge Polizeikontrollen angesagt. Aber hat es irgendwen davon abgehalten, am wohl großartigsten City-Event unserer Szene teilzunehmen? Wohl kaum. Zu schön ist die Stadt Hamburg, zu ausufernd sind die abendlichen Partys rund um die Reeperbahn und zu fröhlich ist die Stimmung auf dem Veranstaltungsareal am Großmarkt.

In Reih und Glied parkten also Softails, Road Kings, Panheads, Breakouts, Sportster oder Wide Glides. Und das alles in gleißendem Sonnenlicht. Liebes Orgateam von Harley-Davidson: So muss es auch im nächsten Jahr wieder werden! Versprochen?

The Bike Shed

Kurze Frage: Gibt es einen schöneren Ort, um coole Custombikes zu präsentieren als die altehrwürdigen Speicher der Tobacco Docks im Osten von London? Sauber ausgeleuchtet zwischen gusseisernen Säulen und unter offenem Gebälk? Wohl kaum. Das, was die Macher der Bike Shed alljährlich auf die Beine stellen, ist durchaus beachtlich. Selbstverständlich beziehen sich die versammelten Superlative nicht ausschließlich auf die atemberaubende Architektur der Ausstellungshallen. Auch die Bikes in der Show verdienen alle Achtung. Ob Speedway-Bike mit Ducati-Einzylinder, Shovelhead Chopper oder V8-Norton – in London findet jeder sein Favorite, seinen bevorzugten Stil und seinen Lieblings-Customizer. Es wimmelt nur so vor Flat Track-Indians, Sportster mit Spikes, Cafe-Guzzis oder Designer-E-Bikes. Draußen gibt es Burger und Bier, daneben parkt ein Hot Rod, dümpelt ein alter Segelkutter vor historischer Backstein-Kulisse. Ach ja, schon wieder die Architektur …

25 Jahre HMT

Na klar, die Hamburger Motorradtage sind eine Regionalmesse. Nicht mehr und nicht weniger. Keine EICMA und auch keine Intermot. Aber mit knapp 72.000 Besuchern, 200 Ausstellern und einem prall gefüllten Programm mit Super Moto, Freestyle und atemberaubenden Stunt-Vorführungen bohrt die Messe unterm Hamburger Fernsehturm ziemlich große Löcher. Denn für den Norden Deutschlands ist die HMT die größte und wichtigste Messe rund um das Thema Motorrad. So lag es nicht nur am sonnigen Frühjahrswetter, dass die sechs Hallen zu jeder Tageszeit prall gefüllt waren. Hinzu kam das Jubiläum der Hamburger Messe: 2019 fanden die HMT zum 25. Mal statt.

Und was gab es zu entdecken? Die neuesten Bikes wie Suzuki Katana, Moto Guzzi V85 oder Indian FTR wurden von Interessenten regelrecht „plattgesessen“. In der Customshow präsentierten sich Harley-Bobber, Fireblade-Fighter und BMW-Zweiventiler. Die Harley-Davidson Softail der Custom Garage Hamburg, gleich zwei Louis-Bikes und viele andere interessante Unikate räumten Pokale ab. Und Zubehör samt der obligatorischen Messe-Sonderangebote fanden sich in beinahe jedem Gang. Leider fehlten einige Marken, etwa Honda oder Royal-Enfield. Eine vertane Chance? Ganz sicher. Denn das hielt niemanden vom Besuch dieser mächtigen Regionalmesse ab.

Forza Milano

Der Mostra Scambio in Novegro ist nicht einfach nur ein Oldtimer-Teilemarkt. Novegro ist italienisches Lebengefühl pur. Unmittelbar neben dem Mailänder Flughafen Linate gelegen, kann man vom Veranstaltungsgelände problemlos den Mailänder Dom oder das Vergnügungsviertel Corso Como erreichen. Auch auf dem Freigelände in Novegro bestimmen lockere Lebensart und kulinarische Hochgenüsse das Bild. Auf welchen deutschen Teilemarkt etwa gibt es bezahlbare und extrem köstliche Tramezzini?

Nun aber zu den Motorrädern. Wer glaubt auf italienischen Teilemärkten stehen ausschließlich Vespa-Roller, Malaguti-Mopeds und Zweitakt-Enduros zum Verkauf, der steht auf einmal inmitten Harley-Davidson Flatheads, BMW-Boxern, Guzzi Californias und Yamaha XT 500. Zwar ist das Angebot an größeren Bikes beschränkt, aber bei der gigantischen Menge an ausgestellten Motorrädern findet sich für jeden etwas. Dazu Ersatzteile, Fachbücher, Emaille-Plaketten oder antike Zapfsäulen.

Wir jedenfalls treffen Freunde, kaufen seltene Zubehörteile, genießen die Sonne und lassen uns von der lockeren Stimmung anstecken. Am Ende des Tages ist der Kofferraum randvoll mit Parts, der Kopf voller neuer Ideen und die Gedanken kreisen um die nächste leckere Speise. Vielleicht am Corso Como?

Das Jahrhundert der Coolness

Vor allem die Ausstellung “Das Jahrhundert der Coolness” hat uns nach Bremen zur Bremen Classic Motorshow 2019 gelockt. Und eines vorweg: Wir wurden nicht enttäuscht. Das, was die Ausstellungsmacher in Halle 1 der Messe zusammengetragen hatten, lohnte definitiv eine genauere Betrachtung. Denn in dieser einzigartigen Motorrad-Sonderschau standen grandiose und superseltene US-amerikanische Motorräder der vergangenen 120 Jahre.

Neben Harley-Davidson Peashooter von 1928, Knucklehead oder Boattail-FXE standen in Eintracht Indian Chief oder Henderson KJ Vierzylinder von 1930. Dazu gesellten sich rare Renner wie Flying Merkel und kaum bekannte US-Bikes wie Orient von 1901, Pierce, Pope  und gleich zwei Excelsior V-Twins. Viele der Ausstellungsstücke waren sympatisch patiniert, andere auf Hochglanz restauriert.

Wer nach dem Besuch der “Coolness”-Ausstellung noch nicht genug hatte, konnte sich den anderen Motorradnationen zuwenden, Ersatzteile kaufen oder sich zu den Vierrädern begeben. Ein klares Fazit bleibt: Bremen? Schockt.

The Roots of Dock66

Dock66-Chef Frank Muschalla war zunächst Enduro gefahren, Yamaha DT 400, später XT 500. 1981 kaufte er sich eine Honda CB 750 Four – mit der klar formulierten Absicht, daraus einen echten Chopper zu bauen. Nicht etwa so einen halbherzigen Softchopper, ein lieblos mit Hochlenker und dickem Hinterrad bestücktes Tourenbike, wie ihn neuerdings die japanischen Hersteller ab Werk anboten. Nein, es sollte ein amtlicher Langgabler mit Stufensitzbank und handgemachtem Charme werden.

Nun war es aber so, dass die teutonischen Behörden diese neuartigen Chopper ziemlich unsinnig fanden und einer weiten Verbreitung massive Brocken in den Weg stellten. Das hieß, entweder man baute seinen Chopper ohne zugelassene Teile und wurde früher oder später unsanft aus dem Verkehr gewunken, oder man musste sich mit TÜV, Zulassungsstelle, Polizei und Kraftfahrtbundesamt arrangieren und auf geprüfte Umbauteile zurückgreifen. Wer in den 70ern und frühen 80ern einmal mit seinem Chopper eine Hauptuntersuchung beim TÜV absolviert hat, der merkte schnell, mit welchem Misstrauen und Unverständnis die mächtigen Blaukittel dieser Motorradgattung gegenüberstanden. Für die meisten Prüfer waren diese rotzigen „Rockerbikes“ angeberisch, provokativ und gefährlich. Mit einem Entgegenkommen war nicht zu rechnen. Nur wer kugelsichere Papiere für seine Umbauteile hatte, dem wurde mit etwas Glück und unter granteligen Kommentaren die frische Plakette erteilt.

Damals gab es so gut wie keine Chopperteile, die wenigen verfügbaren Sissybars oder Lenker kamen fast ausschließlich aus den USA und waren in den seltensten Fällen bei uns eintragungsfähig. Die einzige Chance, einen legalen Chopper zu fahren, offerierten eine Hand voll kleiner Firmen, die geprüfte Lenker, Schalldämpfer oder Gabelverlängerungen anboten. Allen voran hatte AME eine Lanze für die Chopperfahrer in Deutschland gebrochen. Für deutsche Chopper-Fahrer gab es nur wenige Alternativen zu AME, es sein denn, sie verzichteten auf eine Legalisierung ihrer Umbauten. Anfang der 80er-Jahre fand der Verkauf von AME-Teilen nicht mehr ausschließlich über die AME-Firmenzentrale in Schauenburg statt. Über ganz Deutschland waren Stützpunkthändler verteilt. Filialen in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Duisburg, München und Zürich sorgten für eine weite Verbreitung der AME-Philosophie.

Auch Frank wusste: Wer in den späten 70ern oder Anfang der 80er einen Chopper aufbauen wollte, der kam an AME nicht vorbei. Er vereinbarte also einen Termin mit den hessischen Spezialisten und brachte die seriennahe CB 750 mit dem VW Bus eines Kumpels nach Schauenburg. Wenige Wochen später hatte die „Four“ eine endlos lange Gabel, ein dickeres Hinterrad, vorverlegte Rasten, einen hochgelegten Sportstertank und vieles mehr. In der eigenen Werkstatt ergänzte er die Umbauten um eine Stufensitzbank, gekürzte Schutzbleche und viele weitere Details, gekauft in der Düsseldorfer AME-Filiale oder den damals aufkommenden Kataloganbietern. Endlich hatte Frank einen echten Chopper – ein für damalige Verhältnisse äußerst radikales Bike, dabei legal zugelassen und zuverlässig wie ein Serienmotorrad.

Nach ein paar lässigen Sommern, mehreren Urlauben und einer Umlackierung von Metallic-Blau nach Candy-Rot verkaufte Frank seine AME-Honda zugunsten einer Big Twin Harley-Davidson. Doch rund zehn Jahre nach dem Aufbau seines ersten Choppers wollte Frank Muschalla das Thema Chopper selbst in die Hand nehmen. Er gründete 1991 die Marke Dock66 Motorcycle Parts und baute nach und nach einen angesehenen Versandshop für Custombike-Zubehör und Umbauteile auf. Und so schließt sich er Kreis.

Tobis XL

Unser treuer Kunde Tobi aus Schweinfurt hat seine Harley-Davidson Evo-Sportster mit diversen Teilen aus dem Programm von Dock66 ausgestattet. Neben Ram Rabbit-Lenker, einem Point Cover und Fußrasten von Rocket Inc. hat Tobi weitere Kleinteile aus unserem Shop verbaut. Und außerdem trägt er als Helm den Dock66 „The Maverick“ in Mattschwarz. See you on the road, Tobi.

CUSTOMBIKE-SHOW 2018

Auch in diesem Jahr nahm Dock66 Motorcycle Parts mit einem Messestand an der Custombike Show in Bad Salzuflen teil. Mehr als 33000 Besucher pilgerten in die kleine Kurstadt, um die vier Messehallen samt prall gefülltem Custom-Inhalt zu sehen. Laut Veranstalter ist die Custombike Show zur weltweit größten Fachmesse für Motorrad-Customizing gewachsen. Außerdem haben sich noch nie so viele Freunde umgebauter Bikes in die Messe locken lassen – Besucherrekord.

Yuri Shif Customs hatte neben der Gewinner-Guzzi seine Doppelmotor-Ural mitgebracht

Klar, dass wohl nahezu alle Messebesucher auch am Dock66-Stand in Halle 20 vorbeigekommen sind. So standen wir mit Rat und Tat zur Seite, nahmen Lob und Verbesserungsvorschläge entgegen, präsentierten die neuesten Custom-Parts und plapperten uns schlicht den Mund faserig. Nun gab es aber – neben der Stippvisite am Dock66-Stand – noch weitere interessante Highlights in Bad Salzcustom. Etwa den European Biker Build-Off, den Rocket Bobs Cycle Works aus England gegen das Team von South-East Motorcycles aus den Niederlanden für sich entscheiden konnte. Oder das Finale der International Custombike Championship Germany (ICCG), bei der die besten Umbauten in 17 Kategorien prämiert wurden – darunter Yuri Shif mit seinem Alu-Kunstwerk mit 750er Moto-Guzzi-V2, Michael Fuchs mit seinem Eigenbau mit quergestelltem Suzuki SV 650-Twin, Custom Garage Hamburg mit einer wahnsinnigen Harley-Davidson Softail und als Gesamtsieger Suicide Customs aus Japan mit einer beeindruckenden Starrrahmen-Sportster.

Auf die Augen: In der Bikeshow standen Chopper neben Sportlern

Hätten wir mehr Zeit für das Show- und Action-Programm gehabt, so wären uns vielleicht weder die Steilwand-Fahrten von Henny Kroeze und seiner Tochter noch die Weltpremieren von Kawasaki, BMW oder Metzeler entgangen. Spaß hatten wir trotzdem in Bad Salzuflen. Und davon jede Menge. Custombike Show: Wir kommen wieder.


Am Dock66-Stand herrschte an allen drei Messetagen reges Treiben

On the Road Again

Für den US Trip zu Freunden, Händlerkollegen und Bike-Hotspots hatten wir diverse Harley-Davidson Evos im Gebrauch, die sich nicht nur als zuverlässige Begleiter, sondern auch als spaßige Gesellen erwiesen. Äußerst bequem gebettet, untermalt von dumpem Sound und wohligen Vibrationen ging es auf Fat Boy, Heritage und Road King 2000 intensive Kilometer durch Nord- und Süd-Kalifornien.

Auch in Duisburg steht uns stets ein Harley-Davidson Big-Twin zur Verfügung – bis vor kurzem eine Softail Classic und schon bald eine schwarze Fat Boy. Für Touren und Customizing-Projekte gibt es wohl kaum ein besseres Bike als eine Softail.

Artwork

Für die Umgestaltung des Tanks unserer Custom-Triumph TR6 haben wir wieder einmal einen Meister seines Fachs beauftragt.

Artwork 79 ergänzte den schwarz lackierten Benzinbehälter um ein individuell gestaltetes Dock66-Logo auf den beiden Tankseiten. Selbst entworfen, handgemacht und nur für Dock66 realisiert. Well done!