Ride Out

Viele von euch haben die hitzige Saison 2018 für den Besuch von Shows, Treffen und anderen Motorradveranstaltungen genutzt. Ihr seid zur Super Rally nach Polen, zum Wheels and Waves an den Atlantik oder zu den Hamburg Harley Days gereist. Und auch wir haben uns auf internationalen Veranstaltungen umgesehen und uns für die Szene ins Zeug gelegt.

Noch ist die Saison im Vollen Gange. Die European Bike Week im September steht noch genau so an wie Glemseck101, Brooklyn Invitational oder das Werner Rennen. Ganz zu schweigen von den unzähligen kleineren Club- oder Markentreffen, die wir ebenfalls sehr schätzen sowie den wichtigen Messen – etwa Intermot oder Veterama – im Oktober.

Also, packt euer Eisen und fahrt um die Welt. See you on the road.

Choppers Department

Dock 66 Motorcycle Parts – klar, das ist einer der großen Internetshops für Custom- und Chopperzubehör. Doch bei Dock66 wird nicht nur mit Teilen für Motorräder gehandelt, im Headquarter der Marke wird das Thema “Chopper” gelebt.

Auf dem Foto unten erhaltet ihr einen kleinen Überblick über die Bikes in der Dock66-Garage: eine 1970er Triumph TR6 mit Starrahmenheck, eine 1974er Harley-Davidson XLH Ironhead-Sportster und die Zeitmaschine, eine BMW R50, die Anfang der 80er-Jahre von AME zum zeitgenössischen Langgabel-Chopper umgebaut wurde.

Ach ja, und dann gibt es auch noch moderneres Material in Form einer Harley-Davidson Softail Custom …

Inside Dock66

Harley Days 2018

Okay, es war nass auf den Hamburg Harley Days 2018. Es regnete von Freitag bis Sonntag. Viel und oft. Na und? Reeperbahn, Konzerte und das Gelände auf dem Großmarkt waren gut gefüllt, die Stimmung ausgelassen und eigentlich alles wie immer.

Eines jedoch war deutlich nerviger als der beständige Regen: Es gab wesentlich mehr Polizeikontrollen als in den vergangenen Jahren. So mancher Teilnehmer erhielt ein Ticket wegen illegaler Umbauten oder zu lauter Auspuffanlage und einigen Harleys wurde gar die Weiterfahrt versagt. Was soll das denn?

 

Bike Shed 2018

Mal ganz ehlich. Würde die Bike Shed in Yelvertoft oder Middle Fritham stattfinden, wir wären vielleicht zu Hause geblieben. Aber hey: Englands abgefahrendste Custom-Motorcycle-Messe wird im Tabacco Dock in den Londoner Docklands abgehalten. Das alleine genügt schon, um einen Besuch der Messe zu rechtfertigen. Denn die historischen Ziegelsteingebäude – erbaut 1812 – beherrbergen eine der schönsten und beeindruckendsten Ausstellungshallen der Welt. Wenn dann eingerahmt von gusseisernen Säulen und offenem Gebälk mutige und schrille Umbauten gezeigt werden, das Bier mundet und die britische Hauptstadt ein komplettes Wochenende lang in gleißender Sonne erstrahlt, dann kann man getrost von einem Volltreffer sprechen.

Gestrippte Urban- und Hipsterbikes auf BMW-, Honda CB oder Triumph-Basis geben auf der Bike Shed 2018 den Ton an, doch es gibt auch genügend spannende Chopper, Bobber, Tracker, Cafe Racer und grelle Eigenbauten. Neben Harleys und japanischen Klassikern bauen die Engländer gerne heimisches Material von BSA oder Norton um. Auch Exoten von Guzzi, Velocette oder Royal Enfield kommen unters Messer der Backstreet Heroes. Wir ertappen uns häufig dabei, wie wir freudig vor einem Bike in die Knie gehen – etwa der Achsschenkel-BMW von Watson aus Polen, dem Ironhead-Bobber von KHC Cycles oder dem Dustbin-Racer von VTR Customs. Stolz präsentiert sich die britische Bike-Builder-Szene (von Auto Fabrica über Death Machines und Rocket Bobs Cycle Works bis Warrs), und auch Schrauber aus Portugal (RUA Machines, Maria Riding Company), Italien (Free Spirit Motorcycles), Frankreich (Atelier Chatokine, Bad Winners, Mulemotorcycles), Dänemark (Wrenchmonkees) und vielen anderen Ländern zeigen ihre Kreationen.

Ganz nebenbei bietet London jede Menge Attraktionen, die nur einen Steinwurf vom Tabacco Dock entfernt sind – London Bridge, Tower, Picadilly Circus oder Camden Market. Wir sind ja schließlich nicht in Yelvertoft oder Middle Fritham …

Joints Custombike Show

Einmal im Jahr ist die außerhalb Japans kaum bekannte Stadt Nagoya der Nabel der Custombike-Welt. Dann nämlich, wenn in der Port Messe am Industriehafen die Joints Custombike Show stattfindet. Ende April war es wieder soweit, und die versammelte Bike-Builder-Prominenz des Inselstaates macht sich auf den Weg nach Nagoya. Während sich in der geräumigen Messehalle Customizer, Clubstände und Teilehersteller präsentieren, wimmelt es auf dem weitläufigen Freigelände vor spektakulären Bikes der Messebesucher.

Chopper sind DAS Thema auf der Joints. Klassische Pan- und Knuckleheads, die direkt aus den späten Sechzigerjahren stammen könnten parken neben extremen Langgablern oder tiefschwarzen Harley-Baggern. Daneben existieren in friedlichem Nebeneinander Cafe Racer, Tracker, Scrambler oder serienmäßige Klassiker. Mehr als die Hälfte der ausgestellten und auch der Besucherbikes sind älteren Baujahres. Wer mit einem aktuellen Motorrad – etwa einer BMW R nineT, einer Guzzi V7 oder einer Sportster vorfährt, wird akzeptiert, fällt aber definitiv aus dem Rahmen. Trends auszumachen fällt bei der Vielzahl unterschiedlicher Stilrichtungen nicht leicht. Doch eines wird klar: Japaner stehen nach wie vor auf den US-Chopper-Stil der frühen Jahre. Auch Flathead- oder Knucklehead-Bobber genießen ein extrem hohes Ansehen.

Die unterhalsame Veranstaltung läuft nur am Sonntag, sie beginnt um 10.00 Uhr und endet bereits am Nachmittag. Da kommt keine Langeweile auf. Im Gegenteil. Wer alles im Detail betrachten will, muss sich beeilen. Und wer dennoch genug von Motorrädern hat, der kann mal eben ins benachbarte Legoland Japan herüberlaufen …

Customers Choice

Immer wieder mal erreicht uns Post von unseren Kunden, Partnern oder Freunden, die uns zeigen wollen, was sie mit den Teilen von Dock66 Motorcycle Parts so alles anstellen. Ein besonders schönes Beispiel ist die Harley-Davidson Shovelhead von Günter Retter aus Weiz in Österreich.

An seinem Custombike finden sich unzählige Parts aus unserem Shop, die zu einem stimmigen Gesamtergebnis zusammengefügt wurden. Well done.

Motorradtage

Wie in jedem Jahr markieren die großen Regionalmessen den Frühjahrsanfang, den zwingend herbeigesehnten Beginn der neuen Saison. Ob Motorräder in Dortmund, IMOT in München, BMT in Berlin, Franken-Bike in Fürth, Thüringer-Motorradtage in Erfurth oder Motorradwelt Bodensee – hier werden die News für 2018 präsentiert, Umbautrends ausgelotet oder aktuelles Zubehör angepriesen.

Wir konnten bei einem Besuch der Hamburger Motorradtage Ende Februar 2018 feststellen, wie stark die Lust auf die Motorradsaison beim Wandern durch die Ausstellungshallen wächst und wie sehr der Spaß am Schrauben an den eigenen Projekten angeheizt wird. Unser Fazit: Sensationelle Neuigkeiten sind auf der HMT Fehlanzeige, aber für die Vorbereitung auf die Motorradsaison ist ein Messebesuch einfach unerlässlich.

The Grinder

Mit einem kräftigen Ruck bewegt sich die alte Triumph senkrecht nach oben. An Spanngurten baumelnd zieht die Hebebühne die Britin in Richtung Hallendecke. Doch schon nach wenigen Zentimetern ist die optimale Arbeitshöhe erreicht. Der Auftrag: Benzintank anpassen, Schutzblech adaptieren, Lenker montieren, Elektrik modifizieren. Nach und nach trudeln einige Kumpels herein, um uns mit ihren fachkundigen Ratschlägen von der Arbeit abzuhalten. Also erst einmal ein paar Bier ‘runterstürzen. Damit die Flex besser in der Hand liegt.

Der Tank ist schnell angebaut. Diskussionen darüber, ob das AJS-Logo auf den Flanken eher verwirrt oder bereichert, gehen in dröhnenden Gitarrensoli aus der fetten Anlage unter. “Zange, 3/8-Ringschlüssel, verdammt, leuchte mal hier …”: Das Schutzblech verliert den zähen Kampf gegen den Winkelschleifer, der Lenker sitzt perfekt und die Elektrik nervt. “Muss das so mit dem Qualm?” Dass der klägliche Kurzschluss unterhalb der Zündspule nicht in eine schwarze Rauchsäule mit anschließendem Garagen-Armageddon übergeht, können die aufmerksamen Kollegen in letzter Sekunde verhindern. Wozu hat man Freunde?

Am Ende des Abends sind alle glücklich: Wir haben was geschafft, die Kumpels sind randvoll, die Garage steht noch und die 650er Triumph freut sich auf eine ungewisse Zukunft. Morgen, ja morgen geht‘s weiter.

AME B1

Neuzugang im Hause Dock66: Wir erweitern unsere kleine Fahrzeugsammlung um eine AME B1. Der auf einer BMW R 50 aufbauende Chopper befindet sich weitgehend im Zustand seiner Entstehung. Mit langer Gabel, Turn Out -Schalldämpfern, gedrehtem Z-Lenker und Stufensitzbank erinnert der “Survivor” an die wilden Siebzigerjahre, als die coolen Jungs noch BMW und nicht Harley-Davidson fuhren und als man den Spießern mit einem Chopper den Mittelfinger zeigen konnte.

Wir jedenfalls freuen uns, dass in unserer Garage nun neben Harley- und Triumph-Bikes ein Stück deutscher Subkultur-Geschichte parkt – und schon bald auch fährt.

Winter-Wonder-Land

Es schneit, es friert und es ist erbärmlich kalt. Doch wer sich einmal durchgerungen hat, sein Bike aus der Garage zu schieben und den lustlosen Motor in Gang zu bringen, den erwartet unmittelbar vor der eigenen Haustür ein kleines Abenteuer.

Zwar ist das Fahren auf zwei Rädern mühsam und die Kälte kriecht unaufhaltsam weiter. Doch wer hat keine Freude am Sliden, Driften, Burnen? Und wer den eisigen Einsatz mit Bedacht und Fahrkönnen angeht, der lacht noch bis Weihnachten und darüber hinaus.

Und schrauben kann man ja auch noch, wenn der Schnee wieder abgeschmolzen ist.

Let‘s ride!